Gespräch statt Meinung. Was (mir) wirklich wichtig ist.
+++ Neue Ausgabe Weimarer Kontroversen +++
Im Rahmen der Weimarer Kontroversen ist PEN Deutschland bei uns zu Gast und diskutiert, wie Debatten im Zeitalter der immer fortschreitenden Polarisierung der Gesellschaft noch gelingen können.
Die öffentliche Debatte in Deutschland steckt in einer paradoxen Krise: Noch nie wurde so viel gesendet – und noch nie so wenig zugehört. Moralische Bekenntnisse, alarmistische Appelle und suggestive Signalwörter dominieren den öffentlichen Raum. Viele Menschen ziehen sich zurück, reagieren mit Schweigen oder innerer Kündigung. Laut einer Allensbach-Umfrage (Mai 2025) glauben rund 40 % der Bevölkerung, dass es besser ist, beim Äußern politischer Meinungen vorsichtig zu sein.
Gleichzeitig profitieren radikale und autoritäre Kräfte von genau diesem Zustand: von Polarisierung, Sprachverhärtung und dem Abbruch des Gesprächs. Wer nicht mehr miteinander spricht, überlässt den Raum den Lautesten – und oft den Extremsten.
Die frei&geist-Tour ist die Antwort von PEN Deutschland auf diese Entwicklung. Sie setzt nicht auf weitere Stellungnahmen, sondern auf Modell-Gespräche, an denen sichtbar wird, wie demokratischer Austausch wieder gelingen kann.
Diskutiert wird am 28.10.2026 | 18 Uhr im Stadtschloss Weimar durch Alev Dogan, Benjamin-Immanuel Hoff und Bernhard Schlink. Es moderiert Matthias Politycki.