15.10.2026

Die Zukunft des Regierens - Neue Wege für Parlament und Regierung

v.l.n.r.: Benjamin-Immanuel Hoff, Maria Thürk, Andrea Römmele und Carlo Greß (Moderation)

Unter dem Titel "Die Zukunft des Regierens- Neue Wege für Parlament und Regierung" wurde am 14. Oktober 2026  in der Berliner Bertelsmann Stiftung die neue Studie „Anders regieren? Wie Bürger alternative Formen des Regierens bewerten“ zu Minderheitsregierungen, flexiblen parlamentarischen Mehrheiten und einer stärkeren Einbindung der Opposition vorgestellt und diskutiert.

Nach der Präsentation der Studienergebnisse durch Christina-Marie Juen und einem Impuls von Prof. Dr. Andreas Pinkwart diskutierten ich gemeinsam mit Prof. Dr. Andrea Römmele (Hertie School), Maria Thürk (Universität Uppsala) über die Möglichkeiten und Voraussetzungen erfolgreichen Regierens ohne eigene parlamentarische Mehrheit.

Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen mit der Minderheitsregierung in Thüringen, skandinavische Regierungsmodelle und die Frage, inwieweit sich diese auf die Bundesebene übertragen lassen.

Als zentrale Voraussetzungen wurden Vertrauen zwischen den politischen Akteuren, die Bereitschaft zu wechselnden Mehrheiten und eine politische Kultur herausgearbeitet, die Kompromisse als Ausdruck demokratischer Handlungsfähigkeit anerkennt. Deutlich wurde zugleich, dass sich solche Formen des Regierens nicht kurzfristig etablieren lassen, sondern institutionelle Erfahrung, Zeit und Geduld erfordern.