In Berlin sind insbesondere der Hydra e.V. – Treffpunkt und Beratung für Prostituierte –, der Frauentreff Olga sowie die bezirklichen Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung Anlaufstellen für in der Prostitution tätige Frauen. Die genannten Einrichtungen halten einerseits verschiedene Angebote in ihren Räumen vor, andererseits praktizieren sie auch aufsuchende Beratung. Hydra e.V. bietet beispielsweise Steuer-, Rechts- und Berufsberatung an und unterstützt Frauen in akuten Krisen. Weitere Schwerpunkte sind die Gesundheitsberatung und die HIV/AIDS-Prävention. Für ausstiegswillige Prostituierte bietet Hydra eine Umstiegsberatung an, welche eine Überprüfung der Ressourcen der Frau, Beratung zur Sicherung des Lebensunterhaltes, Erstellen eines Lebensplans etc. beinhaltet und in deren Rahmen der Umstiegsprozess längerfristig begleitet wird. Beratung für männliche Prostituierte bieten die Projekte Subway und Querstrich an. In Berlin ist darüber hinaus das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas e.V.) ansässig, das sich als Interessensvertretung für in der Prostitution tätige Menschen versteht.

Antwort der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Evrim Baba-Sommer (DIE LINKE)