Seit 2005 (195 Fälle) ist die Zahl der Drogentoten in Berlin im Unterschied zum Bundestrend kontinuierlich gesunken. Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher führt diese positive Entwicklung auch auf die langjährige erfolgreiche Drogenpolitik in Berlin zurück. „Wir haben in der Stadt ein sehr gut ausgebautes Hilfesystem, das ganz unterschiedliche Modelle umfasst, von der ambulanten bis hin zur stationären Drogen- und Suchthilfe, über betreutes Wohnen bis zu Selbsthilfeeinrichtungen wie Synanon. Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige finden in den regionalen Suchthilfediensten schnell und unbürokratisch Zugang zu Versorgung, Beratung oder Betreuung. Niedrigschwellige Angebote wie Drogenkonsumräume oder Straßensozialarbeit geben auch denjenigen Überlebenschancen, die schwerstabhängig den Anforderungen einer Therapie nicht gewachsen sind.
