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In Berlin lebt eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Valide Daten über die genaue Anzahl der Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus sind aufgrund der illegalen Situation dieser Menschen nicht verfügbar. Der Aufenthalt ohne legalen Aufenthaltsstatus stellt oft ein Leben in der Schattenwelt dar und aus Angst vor Entdeckung bleibt der Zugang zu einer medizinischen Versorgung oft verwehrt. In Deutschland hat jeder Mensch Anspruch auf eine medizinische Notfallversorgung. Auch Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus haben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) grundsätzlich das Recht bei akuten Krankheiten, bei Impfungen, bei Schwangerschaften und bei schweren chronischen Verläufen medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bisher ist die Datenlage über die medizinische Versorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland marginal. Es fehlen Angaben darüber, wie viele Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus medizinische Hilfe brauchen, wie es generell um den Gesundheitszustand aussieht und wie sich die medizinische Versorgung gestaltet.
Die unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Maschewsky-Schneider und Dr. Monika Hey, MPH von Sarah Kürwitz und Anna Brettschneider, alle von der Berlin School of Public Health (BSPH) im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz mit Unterstützung der Ärztekammer Berlin durchgeführte Ärztebefragung in Berlin soll helfen, mehr Transparenz über die medizinische Versorgung und Gesundheitsprobleme von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Berlin zu bekommen, um Ärzt/-innen, Politik, Selbstverwaltung und Unterstützungsinitiativen praxisnahe Argumente für eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation an die Hand zu geben.