Benjamin Hoff
07.06.2010

Klimaschutzvereinbarung von Umweltsenatorin Lompscher und Zoovorstand unterzeichnet

Heute haben die Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Katrin Lompscher für das Land Berlin und die beiden Vorstände der Zoo Berlin AG, Gabriele Thöne und Dr. Bernhard Blaszkiewitz, für Tierpark und Zoo eine Klimaschutzvereinbarung unterzeichnet. Dies ist bereits die 11. Klimaschutzvereinbarung des Landes Berlin mit Unternehmen der Stadt.

Ziel dieser Vereinbarung ist es, die mit dem Energieeinsatz (Strom, Wärme, Kälte) verbundenen CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2015 um insgesamt mindestens 18 Prozent zu senken. „Mit der eingesparten Energie können etwa 500 Berliner Haushalte mit Wärme versorgt werden“, so Senatorin Katrin Lompscher. Ab 2015 soll dann eine kontinuierliche jährliche Einsparung von 3 Prozent erzielt werden.

Die Vertragspartner verpflichten sich, auf einen wirtschaftlichen und ökologisch verträglichen sowie möglichst sparsamen Energieeinsatz hinzuwirken. Regenerative Energien sollen im Gebäudebestand intensiver genutzt werden. Gleichzeitig sollen vorhandene Energieeinspar- und CO2 -Minderungspotentiale mit angemessenen Mitteln erschlossen werden. Gabriele Thöne: „Wir bekennen uns zur Ausrichtung unserer Unternehmenspolitik auf Nachhaltigkeit. Der sparsame Einsatz von Energie entspricht nicht nur betriebswirtschaftlicher Vernunft, sondern ist aufgrund unserer satzungsmäßigen Aufgaben eine logische Notwendigkeit.“

Dazu sind für den Tierpark und den Zoo in der Klimaschutzvereinbarung eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen. So soll für den Tierpark, der von einem zentralen Kesselhaus mit Wärme versorgt wird, noch in diesem Jahr ein Energiekonzept erarbeitet werden. Großes Energieeinsparpotential gibt es im Alfred-Brehm-Haus, bei dem unter anderem die Dachflächen und die Stahl-Glas-Konstruktionen energetisch saniert werden sollen. Auch die Lüftungs- und Heizungstechnik ist erneuerungsbedürftig. Zur Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen in dem Haus sollen Mittel aus dem Umweltentlastungsprogramm und Lottomittel eingesetzt werden. Das Dach des Elefantenhauses soll bis 2013 saniert werden, der Einbau einer Photovoltaikanlage ist geplant.

Beim Zoo ist vor allem das Aquarium mit seinem hohen Energieverbrauch von energetischer Bedeutung. Daher ist vorgesehen, hier eine Energieoptimierung zeitnah umzusetzen.

Bei der Entwicklung von Energiekonzepten und Energiesparpartnerschaften wird die Senatsumweltverwaltung den Tierpark und den Zoo unterstützen. Dazu gehört Hilfe bei der Akquirierung von Fördermitteln der EU und des Landes Berlin.


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