Benjamin Hoff
08.07.2009

Erste Berliner Fahrgastschiffe auf sauberem Kurs

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit

Senatorin Lompscher
Senatorin Lompscher

Umweltsenatorin Katrin Lompscher hat gemeinsam mit Jürgen Loch von der Geschäftsführung der Stern & Kreis Schiffahrt ein Fahrgastschiff vorgestellt, das mit einem Rußpartikelfilter ausgerüstet worden ist. Dadurch sollen die Feinstaubemissionen vermindert werden.

„Auch wenn Fahrgastschiffe nicht unter die Bestimmungen der Umweltzone fallen und eine Nachrüstung daher nur auf freiwilliger Basis erfolgen kann, haben wir ein großes Interesse daran, die Feinstaubemissionen der Schiffe zu mindern. Denn sie sind auch eine Quelle für gesundheitsgefährdenden Feinstaub. Rußfilter könnten Fahrgäste ebenso wie Fußgänger in den Uferbereichen davor schützen. Auch die Umwelt profitiert. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns mit dem Projekt der Nachweis gelingen wird, dass die Nachrüstung mit Partikelfiltern auch bei Berliner Fahrgastschiffen technisch machbar und ökonomisch tragbar ist. Dies wäre ein Gewinn für die Fahrgäste und die Berliner Luft und auch das Image der Fahrgastschifffahrt würde von sauberen Motoren und Abgasreinigungstechniken profitieren“, sagte Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz bei der Vorstellung des ersten Schiffes mit Partikelfilter.

Die Reedereien sind an einer Nachrüstung mit Partikelfiltern interessiert. Allerdings gibt es bisher für Fahrgastschiffe, wie sie auf den Berliner Gewässern unterwegs sind, keine standardisierten und erprobten Nachrüstsysteme. Bevor für die Nachrüstung von Fahrgastschiffen geworben werden kann, soll die praktische Eignung von Filtersystemen untersucht werden. Dazu hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt- und Verbraucherschutz jetzt einen „Praxistest Partikelfilter auf Berliner Fahrgastschiffen“ gestartet. Der Test soll zeigen, dass die Nachrüstung mit Rußfiltern auch für Schiffe der Berliner Fahrgastflotte technisch und finanziell machbar ist.

Zwei Fahrgastschiffe der Stern und Kreis Schiffahrt GmbH wurden dazu mit Rußfiltersystemen verschiedener Filterhersteller ausgerüstet. In den beiden nächsten Jahren werden die Filter auf ihre Praxistauglichkeit und Wirksamkeit getestet. Die Senatsverwaltung fördert den Einbau der Filter mit mehr als 20.000 ¤ und finanziert die dazugehörigen Abgasmessungen mit mehr als 50.000 ¤.



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