24.06.2009
Senatorin Knake-Werner zum Christopher Street Day am 27. Juni: Berlin schließt letzte Lücke in der Hinterbliebenenversorgung für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften
Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit
Nach dem diesjährigen Motto des Christopher Street Day "Stück für Stück ins Homoglück - Alle Rechte für Alle" hat der Senat von Berlin am Dienstag eine letzte Lücke in der Hinterbliebenenversorgung für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen. Der Senat verabschiedete einen Gesetzentwurf, wonach künftig auch in den Heilberufen eingetragene Lebenspartnerschaften bei der Hinterbliebenenversorgung berücksichtigt werden. Mit der Änderung des Kammergesetztes wird das möglich.
Die Gleichbehandlung bei Witwen- bzw. Witwerrenten erfahren bereits die Architekten, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Rechtsanwälte und Notare. Somit erhalten zukünftig alle hinterbliebenen lesbischen Partnerinnen und schwulen Partner von den berufsständischen Versorgungswerken eine Rente, wie sie hinterbliebene Eheleute schon seit Jahrzehnten bekommen.
Bereits zum letzten CSD hatte das Berliner Abgeordnetenhaus auf Anregung des Senats beschlossen, dass Beamtinnen und Beamte in eingetragenen Lebenspartnerschaften einen Familienzuschlag erhalten und auch bei der Hinterbliebenenversorgung den Angestellten gleichgestellt werden.
"Ich werde mich weiterhin dafür stark machen, dass in Berlin Lesben, Schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Personen in ihren Rechten gleichgestellt werden. Diese Gleichbehandlung haben wir nun auch für freiberuflich tätige Lebenspartner bei der Hinterbliebenenversorgung erreicht." so die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner.
Am 28. Juni 1969 kam es zum Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street. Seit dieser Zeit erinnert jedes Jahr die Kundgebung zum Christopher Street Day daran, dass Lesben, Schwule und transgeschlechtliche Personen in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen weiterhin diskriminiert sind und um ihre Rechte kämpfen müssen.